Der Kochbuch Podcast. Rund um Kochbücher und Kochen.

Der Kochbuch Podcast. Rund um Kochbücher und Kochen.

Wer lesen kann, kann kochen.

Transkript

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00:00:00: Die große Sehnsucht nach Italien und nach diesem ganz besonderen Gefühl, das man nur da hat.

00:00:06: Bei mir bricht es sofort aus wenn ich durch die Bücher von Splendidob lettere.

00:00:11: Inzwischen ist ihr fünftes Buch erschienen, Aperitivo – und ich weiß nicht wie Sie's machen!

00:00:18: Die Rezepte sind so cool und minimalistisch und die Fotos so lässig und dabei moltoitaliane und fangen irgendwie dieses Gefühl so gut ein... Mercedes-Launstein und Jory Gottschall machen einfach Kochbücher, die Fernweh wecken oder die Lust genauso wie sie zu leben zwischen München und Italien.

00:00:40: Aber wir machen die das?

00:00:41: Hör mal in diese Folge rein denn ich habe mit beiden gesprochen!

00:00:45: Wenn dir dieser Podcast übrigens gefällt, dann abonnier doch den Newsletter.

00:00:50: Alles was du dafür brauchst findest du unter der Kochbuchpodcast.de.

00:00:55: Außerdem erzähle ich dir dort wie meine Kochbuch-Tests laufen und ein bisschen News von hinter den Kulissen.

00:01:03: Den Link findest Du natürlich auch in den Shownotes.

00:01:05: Aber jetzt viel Spaß

00:01:07: beim Hören!

00:01:26: Jury Gottschall und Mercedes Launstein sind heute bei mir zu Gast im Kochbuch-Podcast.

00:01:33: Ich freue mich total.

00:01:34: herzlich willkommen!

00:01:36: Hallo,

00:01:38: schön dass ihr meine Einladung gefolgt seid und ich möchte diesen Podcast direkt beginnen.

00:01:43: mit einem Missverständnis denn wenn man über euch spricht dann sagen viele splendido aber das stimmt ja eigentlich schon mal gar nicht oder?

00:01:54: Inwiefern jetzt?

00:01:55: Eigentlich müsste ja die Betonung auf der ersten Silbe liegen,

00:01:59: oder?

00:01:59: Ja das ist aber... also dass die Deutschen sagen das immer so.

00:02:02: Also in Deutschland ist es einfach ich weiß nicht warum es ist.

00:02:04: unsere allererste italienische Lehrerin vor vielen Jahren hat uns mal gesagt ihr müsst immer alle italienischen Vorhörter genauso betonen wie ihr nicht denkt, dass sie sind.

00:02:12: dann ist es meistens richtig und so hält sich mit Splendigo auch.

00:02:16: Ja, ich glaube auch deshalb reagieren.

00:02:19: wir korrigieren das nie wenn jemand Splendido sagt.

00:02:21: Erstens weil es ja generell immer so ein bisschen unangenehmes Leute zu korrigiren vor allem bei so Kleinigkeiten.

00:02:28: aber klar für unser Ohr ist es immer so n bisschen.

00:02:31: natürlich heißt es Splendidon Aber es ist auch irgendwie... Ja, wie gesagt.

00:02:37: Ich bin sehr gewöhnt, dass wenn man jetzt in Deutschland interviewt oder angesprochen wird, dass die Leute einfachs Blensito sagen und auch viele Leute mit denen wir wirklich schon lange gemeinsam arbeiten, die das immer noch so sagen.

00:02:47: Und ja dann ist es halt so!

00:02:51: Ihr habt's gerade schon erwähnt?

00:02:52: Ihr lernt schon viele Jahre italienisch.

00:02:54: Ist das ein gemeinsames Hobby gewesen, dass ihr gestartet habt?

00:02:57: Oder war das eine Interesse was zufällig ihr beide hattet und schon bevor ihr euch kennengelernt habt?

00:03:05: Also ich glaube... Ja, schwer zu sagen.

00:03:08: Also ich glaube die Liebe zur Italien kommt schon zum großen Teil auch über die Küche beziehungsweise über das... ...über die Liebe zum guten Essen und zu guten Lebensmitteln Und da kommt man an Italien eben nicht vorbei wenn man das ernsthaft betreibt.

00:03:22: Aber natürlich lieben wir auch die Kultur und die Sprache und das Land und noch sehr viel anderes mehr.

00:03:28: aber warum wir angefangen haben das wirklich ernsthaft zu lernen?

00:03:33: also es ist echt schon ewig her.

00:03:36: Wahrscheinlich ist es dem einfach, warum die meisten Leute anfangen mit Sprache zu lernen.

00:03:39: Wir haben gemerkt das ist schöner wenn man viel in einem Land sich auffällt und auch mit den Leuten auf natürliche Weise sprechen kann.

00:03:48: Das klingt jetzt auch so als hätten wir das studiert.

00:03:49: So ist es auch wirklich nicht.

00:03:50: Wir hatten dann ganz zu Beginn, wann war das?

00:03:55: Fünfzehn Jahre her vielleicht oder zwölf oder so was.

00:03:59: Man kann das nicht her sein aber wahrscheinlich

00:04:01: ist es so.

00:04:01: So war's um den Dreh.

00:04:04: Zug für den Anfang in die Lehrerin, die uns hier in München einmal eine Stunde gegeben hat und dann noch mal einer.

00:04:11: Und irgendwann konnten wir sozusagen die Grundlage haben und der Rest hat sich ergeben

00:04:18: so.

00:04:18: Wenn man viel in Italien ist, das kennt ja jeder...

00:04:21: Ja natürlich!

00:04:22: Dann lernt man doch sehr hoch beschleunigt auf einmal weil man halt an jeder Straßenecke mit Leuten quatscht und dann ehemalig versieht, ist die Sprache doch ganz gut ausgebildet.

00:04:33: Das heißt, ihr habt angefangen Italienisch zu lernen weil ihr viel in Italien wart oder wart ihr viel In Italien?

00:04:40: Weil ihr dann auch italienisch gelernt habt.

00:04:42: Nee schon Ersteres.

00:04:44: also wir waren einfach viele in Italie und haben uns ja eine ganze Menge selber beigebracht und haben gedacht naja aber jetzt noch bisschen grammatische Basics und so genau kam das.

00:04:57: Also ich glaube, wenn man in München lebt und auch zum Teil in Münchern aufwächst dann ist man sowieso schon von behindersbeinen an mit Italien doch vertrauter weil es natürlich einfach nahe liegt.

00:05:10: Und insofern kann jetzt nicht die Rede davon sein dass wir zuerst italienisch gelernt haben und da in Italien gelernt haben.

00:05:17: Nein, das wäre komisch und eine unnatürliche Reihenfolge wahrscheinlich aber Ein bisschen professionalisieren.

00:05:25: Und kam daraus dann auch die Idee, euer Magazin zu gründen?

00:05:28: Weil Splendido ist ja als allererstes, möchte man das ein Blog nennen, ihr nennt es Magazin für Esskultur kochen und die Suche nach guten Lebensmitteln.

00:05:40: Ist es aus diesem vielen Italienseilen entstanden, dass ihr gesagt habt, komm da können wir was draus machen?

00:05:46: Ja rund aus dem vielen Kochen vor allem.

00:05:48: also eigentlich hat es so angefangen.

00:05:50: Also wir kommen ja beide aus dem Journalismus.

00:05:52: Wir haben uns auch kennengelernt bei der Süddeutschen Zeitung, ich hab da Fotos gemacht und Texte geschrieben, weil es eh das Vater in der Redaktion gearbeitet hat und später dann auch lange Zeit freien, wir haben mit vielen Geschichten immer zusammengemacht und waren halt immer so als Team irgendwie unterwegs zu verschiedensten Dingen.

00:06:09: aber die Liebe zum Essen hat uns schnell verbunden oder geeint.

00:06:15: Wie das so ist, ist es vielleicht auch eine Art Berufskrankheit, dass man dann irgendwann sagt da könnte man doch was draus machen.

00:06:21: Und wir wollten auch ein bisschen weg von diesem Zeitungsdasein, dass langsam immer mehr gestorben ist und uns nicht mehr so gut gefallen hat.

00:06:30: Wir wollten auch immer schon sowieso selbstständig arbeiten ... Also ja noch bei der Zeitung immer selbstständiger, aber ich war mir irgendwie angestellt oder da fest so.

00:06:40: Aber wir wollten halt noch freier sein eigentlich.

00:06:44: dann lag es irgendwie nahe seine Leidenschaft so ein bisschen zu professionalisieren, ähnlich wie mit der Sprache eigentlich auch.

00:06:50: Dass wir mögen das eh, also wie wir auch Sprachen mögen.

00:06:53: So mögen wir auch Essen oder Kochen oder gutes Essen und Qualität und all diese Dinge.

00:06:59: Und dann haben wir einfach mal aufgeschrieben angefangen aufzuschreiben sozusagen was wir, was wir jeden Tag kochen oder so, also so simpel eigentlich.

00:07:08: Ich glaube es liegt auch daran dass wir beide sehr einfach immer das sehr logisch war, dass man eigentlich den organischen Bewegungen des Lebens folgt und hat einfach eines des anderen ergeben.

00:07:23: Wir haben gemerkt wir verstehen uns unglaublich gut, wir haben unglaublich viele gemeinsame Interessen.

00:07:28: Wir können professionell als Team wahnsinnig gut arbeiten Und genau, so wie uns eigentlich gerade schon skizziert hat.

00:07:36: Dann hat es das irgendwie ergeben und für uns irgendwie logisch zu sagen wir möchten gemeinsam uns was aufbauen.

00:07:43: Was könnte das sein?

00:07:45: Anfangs hatten wir auch noch gar nicht diesen Italienfokus.

00:07:48: Das hat sich zwar dann schnell ergeben weil wir gemerkt haben auch dieser Italien-Fokus war irgendwie ein organischer Roter Faden in unserer Arbeit.

00:07:55: und dann haben wir gedacht ja ist es irgendwie schön immer weiter zu fokussieren sagen, dass das was wir wirklich gut kennen und können.

00:08:06: Und wo wir auch mit einem guten Gewissen in einer Tiefe darüber erzählen können sollte doch eigentlich unser Fokus sein.

00:08:13: und vielleicht streicht man alles andere Unnötige drum herum weg und sagt, dass jetzt so und auf unsere Art und Weise.

00:08:21: Wir haben es von Anfang an Magazin genannt weil wir glaube ich ein bisschen diesen Ja, so diese Magazin-Gedanken einfach.

00:08:28: So hatten wir auch aus unserer anderen Arbeit ein bisschen und Wir wollten halt auch nie so Blogger in Sinne von... Wir müssen da irgendwie mit Werbung und Produktempfehlungen für die wir bezahlt werden Und Influencer da sein.

00:08:42: Das wollten wir alles nicht!

00:08:43: Wir wollten einfach nur schreiben und möglichst frei dabei sein.

00:08:46: Da lag uns glaube ich irgendwie das Magazinige so'n bisschen näher und deswegen haben wir uns dann halt auch von Anfang an so genannt.

00:08:54: Ja, wir hatten gehofft anfangs noch dass wir auch klassisch Magazinik dann über separat gebuchte Werbeanzeigen.

00:09:02: also natürlich waren wir nie ein Print-Magazin aber es gab's ja anfangsläumen auch noch online.

00:09:07: nicht meiniges gibt bis heute Bennerwerbung.

00:09:08: Aber und Wir hatten gedacht hatten uns das so erträumt Dass Es So Funktionieren Kann Und Wir Dann Auch Eine schön saubere Trennung Haben Und Weiter Unsere Journalistische Unabhängigkeit Fahren Und Vielleicht IrGendwie Jemanden Haben der sich um die Werbeanzeit kümmert.

00:09:22: Und das war natürlich irgendwie ein bisschen Wunschdenken.

00:09:26: und damals war dann sehr schnell abzusehen, dass so die Finanzierung von Online-Magazin überhaupt nicht mehr funktioniert.

00:09:34: und dann war ziemlich schnell klar jetzt müssen wir uns wirklich entscheiden entweder wir schlagen diesen Influencer Weg ein was gar nicht zur Debatte stand oder es müssen andere Formen der Finanzierung her.

00:09:44: und wir haben dann anfangs eigentlich immer mehr noch davon gelebt, dass wir weiterhin einfach als Journalisten kulinarische Inhalte für Magazine produziert haben, nebenbei die verkauft haben.

00:09:57: Und dann mit der Pandemie kam ich so weg wie ein großer Paukenschlag wo wir auch aus verschiedenen anderen Gründen diesen Online-Shop gegründet haben um da ein bisschen Merch zu verkaufen und unseren Jahreskalender und solche Sachen.

00:10:11: und dann haben wir plötzlich gemerkt das ist ja ein total guter Weg für uns weil wir da alles in der Hand haben unsere Seele nicht verkaufen, sondern einfach nur das tun.

00:10:24: Was die Leute auch wieder dieses organische Prinzip eigentlich... Unsere Leser, die auch schon sehr viele geworden waren zu dem Zeitpunkt- Das können wir euch nicht bieten.

00:10:54: Und irgendwann haben wir gesagt, ne?

00:10:55: Am Anfang haben wir noch so kooperiert mit Händlern und haben dann so versucht, so mit Hädlern so Deals zu machen das wie gesagt haben bei denen könnt ihr das kaufen und da haben wir dafür was gekriegt.

00:11:05: aber es ist alles wahnsinnig umständlich gewesen usw.

00:11:07: Wir hatten ja von Anfang an auf unserer Seite auch diese Landkarte wo wir so gute Produzenten von gutem Leben natürlich in Italien immer besucht haben.

00:11:15: einfach aus dass wir das irgendwie auch schon privat früher immer gemacht haben, weil sich eigentlich unsere Reiserouten oft so anhand von Lebensmitteln Herstellern ergeben haben.

00:11:26: So ein bisschen oder anhand Spezialitäten und wir waren dann immer bei denen so und haben da zwei Packungen Nudeln und drei Flaschen Essig für zu Hause gekauft.

00:11:37: aber eigentlich haben die immer gehofft, dass wir sagen wir nehmen jetzt gleich mal zwei Paletten und verkaufen den Deutschland und wir haben es eigentlich auch so ein bisschen gehoffernd gedacht und es macht eigentlich voll Sinn.

00:11:46: Insofern hat es eigentlich gepasst.

00:11:47: Und jetzt kennen wir die ja natürlich alle nochmal auf einer anderen Ebene sozusagen, aber jetzt kennen wird sie halt als Abnehmer oder als Kooperationspartner so dass wir mit denen arbeiten und das macht total... Also es macht für uns Sinn!

00:11:59: Es macht für die Produzenten Sinn!

00:12:01: Für die Leser sowieso!

00:12:02: Es ist eigentlich für alle gut und trotzdem können wir noch sehr wundermängig arbeiten und unsere Texte schreiben und niemand muss dafür bezahlen und es gibt unzählige Rezepte freizugänglich und wir können reinschreiben, was wir wollen ohne dass wir Angst haben müssen, dass irgendjemand sich auf die Füße getreten fühlt oder wieder irgendwas erwähnen müssen wenn wir keine Lust haben.

00:12:20: Also es ist eigentlich ein sehr transparenter Weg zu...

00:12:22: Ja!

00:12:24: Während wir das erzählen, fällt mir auch auf.

00:12:25: Es ist wirklich finde ich immer wieder eine Empfehlung für Leute, die jetzt gerade am Anfang ihres Lebens stehen

00:12:31: echt

00:12:31: mit einem Vertrauen ins Leben reinzugehen weil wirklich rückblickend analysiert denke ich mich so wie sie sind.

00:12:35: Wir haben immer versucht diese Wellen zu surfen.

00:12:39: Wo sind wir?

00:12:39: Was macht uns Spaß, wie stehen die Windbedingungen was kommt uns entgegen.

00:12:43: Was können wir so nutzen dass es uns dabei auch noch gut geht?

00:12:46: und eigentlich ist es ja es macht Spaß das Röblecken zu betrachten.

00:12:51: Schon auf sehr viel Arbeit.

00:12:52: Ja das sowieso!

00:12:53: Und sehr viel Planung und sehr viele Verhandlungen und sehr viel Theorie und sehr vielen Investitionen usw.

00:12:59: Also einfach nur dem Wind zu öffnen ist jetzt auch nicht, würde ich sagen aber es funktioniert schon wenn man.

00:13:07: Ja,

00:13:08: natürlich auf jeden Fall.

00:13:09: Es gibt ja immer aber das kennt auch jeder der irgendwann anfängt Geld zu verdienen mit dem was er macht und was er liebt.

00:13:15: Natürlich kommen Punkte an denen man sich mit Dingen auseinandersetzen muss von denen man nie geglaubt hätte dass sie aufeinander zukommen und dass das jetzt leider wohl auch dazu gehört und so sozusagen einen schönen Seiten gibt es ja auch immer die Kehrseite die schlecht oder die unangenehme und dann braucht man natürlich einfach vor allem bis da auch durchzugehen und weiterzumachen und zu sagen, ich weiß ja wofür ich es mache.

00:13:38: Und leider muss sich das auch x y z

00:13:41: machen.".

00:13:42: Ich bin ja seit im August treue Abonnentin.

00:13:46: Ich habe noch mal nachgeschaut, wenn ich die erste E-Mail von euch bekommen hab – also klassisch in Corona wurde dir mir empfohlen!

00:13:53: Ich glaube, da hatte ich mich reingefuchst in lange gährende Pizzateige und hab dann den Pizzatag von eurer Seite genommen und habe natürlich auch ein Kalender von euch hier hängen, da hinten hängt er.

00:14:07: Und bin sehr angetan von eurem Merch.

00:14:10: Damals gab es unglaublich geile T-Shirts.

00:14:12: auch die waren so lustig!

00:14:14: Da war ich ein bisschen spät dran, ich hätte die alle bestellen sollen aber vielleicht kommen ja noch mal welche... Inzwischen habt ihr euch wirklich ein bisschen sowas wie zu einem Mischung aus Rezepte Anlaufstelle und virtuellem Alimentari Laden entwickelt möchte ich so sagen.

00:14:30: und das Schöne finde transportiert ja nicht nur Produkte, sondern damit auch so ein bisschen das Lebensgefühl.

00:14:36: Ihr habt gerade schon gesagt, wenn man in München wohnt, da fühlt man sich immer so nahe Italien.

00:14:41: Ich habe eine Zeit lang in Münchengewohnt und hab ich es auch so empfunden.

00:14:44: Und ihr habt so schön das Lebens Gefühl auf eurer Seite oder in euren Dingen, dass man gerne hätte, wenn wir wie ihr so modern zwischen München und Italien leben können.

00:14:56: Das finde ich das Schönste in eurem Lebenslauf.

00:14:59: Über euch liest denn so, sie leben in München und Italien.

00:15:04: Eigentlich ein Lebensziel, geil!

00:15:07: Ja das stimmt.

00:15:08: Das gefällt uns auch sehr gut.

00:15:12: Kann man nicht anders sagen aber ja kann eigentlich nicht viel hinzufügen.

00:15:18: also ich glaube das Lebensgefühl oder wie du sagst was wir da so transportieren ist halt... Uns hat halt immer gestört dass viel über Italien und die Küche geschrieben wurde in der deutschen Rezeption so ein bisschen oberflächlich war oder eigentlich immer nur die oberste Schicht angekratzt hat von dem, was diese Küche und das Land und die tollen Lebensmittel wirklich können oder auszeichnen.

00:15:41: Das haben wir gerade auch, weil wir eben sehr viel vor Ort sind, gerade auch weil wir die letzten Jahre unglaublich viele Details gereist sind.

00:15:48: Jetzt im Moment sind wir mehr in München als in Italien bei Werze auch mit den Shops relativ gebunden sind hier.

00:15:55: Also wir sind schon immer noch regelmäßig da natürlich, aber jetzt nicht mehr ganz so viel.

00:15:58: Aber wir haben einfach wahnsinnig viele Kontakte und Wahnsinnig viel kennengelernt dadurch Und haben echt gemerkt dass man darüber nochmal ganz anders schreiben kann und nochmal ganz anderes erzählen kann als das in Deutschland oder auch in München oft gemacht wird.

00:16:12: Denn selbst hier gibt es ja wahnsinnlich viele italienische Lebensmittelläden.

00:16:17: zum Beispiel In jedem Viertel gibt's irgendeinen kleinen Eckladen.

00:16:21: Aber ganz viele haben auch wirklich Nicht die guten Sachen.

00:16:24: Die haben schon Sachen aus Italien und das ist auch total schön, dass es sowas gibt.

00:16:28: Und wahrscheinlich werden wir beneideschön, wenn in einer anderen Stadt leben würden, dasses das überhaupt hier so gibt.

00:16:33: Aber das was wir versuchen zu verkaufen oder zu importieren oder anzubieten... Das ist schon nochmal von der Qualität Besonderheit, sag ich mal oder von dem was es ist.

00:16:45: Es stand doch mal weit da drüber so und das war auch ein bisschen unser Ziel dass wir eben die Oberfläche durchdringen und bisschen tiefer gehen genauso wie mir mit den Büchern und mit den Rezepten Auch mit dem Sortiment des Werren bieten wirklich also viele von den Sachen gibt's wirklich nur bei uns Und wir haben wirklich sehr sehr sehr lange gesucht um die in der Qualität zu bekommen weil wir einfach aussiedeligen wissen dass es diese Qualität gibt Aber wie halt sehr selten hier überhaupt ankommt.

00:17:09: Und ich glaube da haben wir vielen Leuten die Augen geöffnet, die jetzt sagen boah so können Spaghetti schmecken andere kaufe ich nicht mehr oder... Ich wusste gar nicht dass Olivenöl auch so funktioniert weil bei fast jedem Produkt, das wir verkaufen, irgendwie sowas schon gehört.

00:17:24: Dass die Leute sagen, ach, es gibt's auch in richtig guter

00:17:27: ... Ja oder?

00:17:28: Es gibt überhaupt Unterschiede zwischen Qualitäten.

00:17:31: Das muss man ja auch sagen, dass in Deutschland schon noch viel verbreitet ist außer Unterleuten, die jetzt wirklich genauso ticken wie wir aber viel so.

00:17:38: dieses Was-Käse ist doch Käse und irgendwie das Tomatestomate Spaghetti ist Spaghetti und es ist irgendwie so ein... So, ja, dass man überhaupt erst mal versteht wie viele wie viele Zwischentöne oder zwischen Qualitätsstufens da eigentlich gibt und was das eine auf dem anderen unterscheidet.

00:17:56: Das war ja auch der große Fokus, dass er bei unserem zweiten Kochbuch, wo es wirklich eine ganz große Produktkunde auch drin gibt, überhaupt erstmal so ein bisschen die Türen geöffnet werden zu den Welten der einzelnen Spezialitätengruppen.

00:18:14: Das ist schon was, wo drin ja auch, womit man sich wirklich wahnsinnig lange beschäftigen kann und wo man nach irgendwie immer tiefer geht.

00:18:22: Und auch immer mehr kennenlernt.

00:18:24: und deshalb finde ich also wir werden ja oft gefragt Ja das ist doch jetzt mal auserzählt oder ist es nicht langweilig?

00:18:30: Oder da gibt's doch gar nichts Neues jetzt mehr zu erkunden.

00:18:33: ihr habt jetzt schon auch mit den Kochbüchern alles bestimmt erzählt Was es in Italien gibt so oder du solltest sagen ja italienische Küche Pizza Pasta Salat Und da denke ich immer so ja, nee interessant wahrscheinlich sieht es... Ist das ein Vorteil, was sich schnell irgendwie anbietet zu denken?

00:18:53: Aber aus unserer Perspektive ist es tatsächlich das Gegenteil der Fall.

00:18:56: Also bei jedem Buch jetzt wieder hatten wir das Problem, dass wir nicht wussten wie wir jetzt priorisieren was rein kann und was nicht.

00:19:02: ins bleibt immer mehr unerzählt als erzählt.

00:19:06: Und ich habe schon den Eindruck können diesen Job noch sehr lange machen weil da einfach immer wieder neue Dinge gibt zumal das Land ja auch lebt sich ja auch die Menschen, die dort wirken und arbeiten und Dinge produzieren, ja auch verändern und in neue Generationen sich entwickeln.

00:19:24: Und man halt dadurch auch immer wieder merkt das dieses Bild was eben noch vor ein paar Jahren also wir anfingen über Italien zu schreiben dass es irgendwo auch vor zwanzig Jahren so ein bisschen stehen geblieben war.

00:19:36: Und das wir in Italien, eigentlich als anderes Italien und auch ganz andere Generationen von Gastwirten und Produzenten erlebt haben und dachten wow also da muss man ein bisschen aufholen in der Erzählung über diese kulinarische Kraft dieses Landes.

00:19:52: Das ist auch das Schöne wenn man sich sehr spezialisiert wie wir jetzt eben auf Italien dass man halt echt eintauchen kann.

00:19:58: Es ist ein bisschen so wie wenn man immer in den gleichen Ort im Urlaub fährt, dann lernt man ihn immer besser kennen und sieht immer mehr die kleinen Details und die speziellen Läden und Restaurants oder sowas wo andere Leute vielleicht sagen würden da war ich schon, das kenne ich jetzt aber es gibt's halt schon immer mehr wenn man tief eintaucht.

00:20:18: Deswegen war es auch wichtig von Anfang an uns wirklich zu fokussieren und zu sagen machen wir nicht einfach nur gut kochen.

00:20:25: Man könnte sicher auch über Frankreich und tolle Küche erzählen, zum Beispiel oder über Spanien.

00:20:29: Aber wir wollten eben schon diese Spezialisierung und die dann wirklich bis ins kleinste Detail aufdröseln.

00:20:36: Italien nerds einfach!

00:20:38: So kann man es zusammenfassen würde ich sagen.

00:20:41: Da jenische Küchen nerds

00:20:43: zumindest.

00:20:44: Euer neues Buch?

00:20:45: Ich habe vorhin schon gesagt eure Bücher sind anders... Das neue Buch Aperitivo ist nochmal anders.

00:20:52: Es darf sogar glitzern, es mir sofort aufgefallen.

00:20:56: Die anderen Glitzer nicht?

00:20:57: Aperittivo glitzert?

00:20:59: Ja das ist ein bisschen das Bar-Bargefühl von... dass wir so bisschen vor Augen hatten bei der Entleibung.

00:21:04: Wobei das gar nicht, das war glaube ich sogar die Idee des Verlachts und nicht unsere in dem Fall.

00:21:08: Aber es hat uns gut gefallen.

00:21:09: Werden

00:21:10: großzügig erlaubt.

00:21:13: Sehr stringent auch in dieser Grafik natürlich, das zeichnet uns ja maßgeblich aus und natürlich ist es auch in der Kommunikation mit dem Verlag immer... Also es ist mittlerweile schon etabliert.

00:21:24: natürlich dass wir da sehr mitwirken und sehr maßgiblich vorgeben wie wir das möchten und ein ganz großes Veto-Recht haben bei Vorschlägen die wiederum vom Verlag kommen und so.

00:21:35: und aber das war in dem Fall finde ich Sehr, sehr passend und fängt sich da gut ein.

00:21:43: War das schwer die neue Idee dem Verlag zu verkaufen?

00:21:46: Also wenn man euer Intro liest, denkt man so an einer Stelle Ja stimmt eigentlich ist es ein Snackbuch mit Getränke-Empfehlungen.

00:21:55: also wenn wir uns jetzt mal frech zusammenfassen wollen würde Wir haben da überlegt wir machen so einen Buch Da geht's um bisschen um Getränken aber eigentliches Getränk nicht der Schwerpunkt.

00:22:06: Es geht mir so um Snacks.

00:22:08: War das schwierig zu verkaufen?

00:22:10: Weil gerade, ich finde der Apparativo ist grade so ein Thema dass man den Deutschen bisschen noch verkaufen muss.

00:22:17: Dieses lässige... Das ist keine richtige Mahlzeit!

00:22:20: Wir treffen uns nur auf einen Getränk und einen kleinen Snack.

00:22:23: So'n bisschen After-Work kennt man vielleicht noch aber das ist es ja auch nicht so richtig.

00:22:30: Nee also wir haben die Idee total mit dem Verlag gemeinsam entwickelt.

00:22:34: Also bis bald.

00:22:35: Da gab es überhaupt keinen Moment, wo wir das hätten verkaufen müssen.

00:22:40: Uns war nur richtig dass es um die Rezepte geht und nicht um die Getränke.

00:22:43: Wir haben natürlich vorher ein bisschen Recherche betrieben und es gibt unzählige Bücher die Apparativo heißen aber es geht eigentlich immer um Getränken.

00:22:51: Klar, man muss die Getränke erwähnen.

00:22:53: Deswegen ist auch vorne getränkt drauf und deshalb gibt es auch ein paar Kapitel über mit schönen Flaschen und ein paar Klassikanzer.

00:22:59: Aber das ist ja der kleinste Teil in dem Buch.

00:23:03: Das Hauptaugenmerk liegt da schon auf dem Essen und das war uns auch wichtig.

00:23:07: Das aperitivo eben also unsere italienische Heimatessellen im Norditalien und wenn man so Mailand oder Brescia oder Bergamo Keine Ahnung, Padoa und so weiter.

00:23:20: Die sind in ganz den Städten gekannt.

00:23:22: Das ist ja viel mehr als Oliven- und Kartoffelchips Und die gibt's zwar immer und gehören auch zwingend dazu.

00:23:29: Aber es ist ja wirklich schon wie eine Mahlzeit.

00:23:33: Man isst halt sehr wenig von dieser Mahlzei dabei.

00:23:35: Es ist schon eine Auswahl und eine Kreativität Und einen Vielfalt, die man gar nicht auf dem Schirm hat.

00:23:44: Und das war uns wichtig aufzuschreiben was man da alles machen kann und was für Möglichkeiten es gibt.

00:23:49: Und natürlich kann man ganz viel, was in dem Kochbuch ist nicht nur zum Apparativo servieren.

00:23:53: Natürlich kann man das auch als kleines Mittagessen essen oder als Vorspeise.

00:23:57: Manche Sachen sind auch so ein bisschen auf der Kippe zwischen Salat und Fingerfood und Apparativos.

00:24:05: Es ist jetzt nicht so ganz klassisch nur das, was an der Bar auf den Träsen steht aber schon sehr, sehr viel!

00:24:13: Wir wollten halt über wie es vorne drauf steht, über das Essen vor dem Essen schreiben und nicht über das Trinken sozusagen.

00:24:20: Ich finde auch die Getränke... Also es gibt natürlich ein paar Getränkerezepte oder eigentlich Basics.

00:24:27: also das ist das How-to.

00:24:29: Eigentlich ist die Getrenkeabteilung wieder mehr Warenkunde was ich total spannend finde.

00:24:34: Auch hier wieder der Gedanke okay jetzt fährst du nach Italien stehst vor dem Regal im Supermarkt Wie kannst du jetzt irgendwie die richtige Flasche mit nach Hause nehmen?

00:24:43: Da irgendwie wegweiser zu sein, finde ich super spannend.

00:24:46: Wollt ihr den geneigten Hörerinnen oder dem Geneigten hören denn mal ein bisschen erzählen über das Gefühl Apparativo?

00:24:53: wer es nicht kennt?

00:24:54: weil ich kann mir vorstellen dass wirklich sehr viele Menschen damit noch nicht so richtig in Berührung gekommen sind was ein Apparitivo ist indem in der Art wie des Inbars in Italien gelebt wird.

00:25:09: Also ich würde sagen, in manchen Bars wird das natürlich zelebriert bis zum Geht nicht mehr und in anderen ist es wahrscheinlich eher simpel.

00:25:20: Aber so ganz runtergebrochen aufs allernötigste könnte man glaube ich sagen egal wo man in Italien zwischen fünfzehn Uhr und neunzehnt Uhr sich an einen Tisch setzt und ein Getränk bestellt dass nicht ein Kaffee ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dazu noch ein Tablett kommt wo mindestens Chips, Oliven, kleine Erdnüsse, Brote, kleine Pizzastücke oder Vergleichbares mit draufstehen und

00:25:49: meistens zwei drei Sachen.

00:25:50: Meistens so zwei drei.

00:25:51: Meisten

00:25:51: es tatsächlich Oliiven und Chips und eben noch

00:25:55: Erdnis, kleine Pezette oder so irgendwie so kleine Brotreste wie man aus übrigen Teig noch gebacken hat oder sowas.

00:26:04: ist das was man glaube ich als erstes, wenn man das wirklich noch nie erlebt hat.

00:26:08: Also ich kann mir es zwischendurch fast gar nicht mehr vorstellen dass man das noch nie erledigt hat aber ich glaube dass viele Leute das noch nicht erlebt haben dann denkt man wirklich erst mal vielleicht da hat jemand einen Fehler gemacht und sagt Ich habe doch eigentlich gar nichts zu essen bestellt weil das halt einfach... Weil das schon viel ist was dann versteht Und natürlich ist das nicht so gedacht dass man aufessen soll und das ist auch nicht so gedacht Dass man das bezahlen muss Was den vielen immer denken Nein ich will das nicht.

00:26:30: Sondern es ist ein Angebot dass man vielleicht ja auch noch einen kleinen Hunger hat und nicht nur Durst sozusagen.

00:26:36: Und daran kann man sich dann... ...nicht satt essen, sondern es kann man halt mal probieren und dann ist die lange Phase zwischen, weiß ich nicht, siebzehn oder dreißig?

00:26:45: Und traditionell wird der in Italien noch eher spät zu angegessen.

00:26:48: Keine Ahnung.

00:26:49: Einen zwanzig Uhr wenn das so richtige Essen dann endlich auf dem Tisch steht überbrückt.

00:26:53: Das ist denke ich die Grundidee des Apparativoes, wenn man das so aufs ganz... schlicht er unterbricht.

00:27:00: Und interessant ist, finde ich auch immer das tatsächlich so, wie Uriel Eingangs auch sagte, dass wenn man etwas bestellt hat nicht um ihn jetzt ein Kaffee ist.

00:27:07: also es ist irgendwie wie so ein automatischer Servierauftrag bei bestimmten Getränken.

00:27:12: Also wenn du jetzt Tonic Water auf Eis und Zitrone bestellst, also wirklich ja explizit Tonic nicht Gin Tonic sondern Tonic water was ja da in Italien auch völlig selbstverständlich bestellt wird Mono oder eben eine Kohle auf Eis, oder klar die alkoholischen Getränke dieser Art.

00:27:32: Aber das ist schon interessant, dass es wirklich direkt dann unausgesprochen zu diesen Getränken gehört und dass das dann einfach mitkommt.

00:27:40: Und teilweise auch schon so am Nachmittag?

00:27:43: Genau!

00:27:45: Und ich glaube von der inneren Funktion ist dieses So langsam lässt die Spannung des Tages los der Feierabend eingeläutet und es ist irgendwie klar, so jetzt irgendwie smoothen wir so ganz angenehm aus dem Tag

00:28:08: ein bisschen raus.

00:28:10: Und dann gibt's natürlich noch die, die das richtig zelebrieren.

00:28:13: So wie waren jetzt vor allem als wir auch an den Buch noch gearbeitet haben zum Beispiel in Turin.

00:28:17: da gibts ein paar ganz klassische operative Basis, wo wirklich so das weniger mit erfunden wurde oder zumindest sehr auf hohem Niveau gemacht wird.

00:28:28: Da kriegt man dann wirklich so ein Menü und da kann man dann kleine Tramizino-Stückchen auswählen und die werden dann frisch zubereitet und dann kommt eine kleine Etagère, wo oben ein bisschen kleine Brötchen mit Schinken drauf sind und das ist dann schon so ein bisschen ... Die höhere Klasse sozusagen des Apparitivo, aber auch das ist natürlich nur ein Zwischen-Snack sage ich mal oder ein Apparativorlebnis.

00:28:50: Aber das wird man auch ganz schnell verstehen wenn man durch Italien reist dass Apparativo eigentlich in jeder Region und jeder Stadt ein bisschen was anderes bedeutet.

00:28:58: also gibt ja dieses venezianische Es gibt in jeder norditalienischen Region einen eigenen Stil.

00:29:09: In Mailand ist es mittlerweile so ausgedehnt, dass man wie

00:29:14: fast

00:29:15: jedes Gericht hat, wenn's nur eine kleine Minipotion mit einem Zahnstocher serviert wird, ist das einfach operativ.

00:29:21: Du könntest eigentlich egal von welchem Essen auf der Welt irgendwas nehmen... Also wirklich diese Milender Apparativo Buffets, die sind teilweise schon sehr bewältigen und in Mailand wurde ja auch dieser Begriff Apparicena kultiviert erfunden.

00:29:39: Und immer weiter... perfektioniert, sodass es jetzt da tatsächlich so eine Art Abendessen-Ritual draus geworden ist.

00:29:48: Der

00:29:48: Liebergang fließend

00:29:49: ist.

00:29:49: Genau!

00:29:49: Also wirklich nur dann auch unter diesem Begriff, dass man wirklich sagt okay heute Abend nicht aperitivo sondern heute Abend apericena und dann gibt's eben auch kein Chana mehr also kein echtes Abendessen, sondern das ist dann eben zusammen.

00:30:01: Wie Brunch am Abend Genau, genau.

00:30:03: Mit alkoholischen Getränken gehört Alkohol automatisch dazu.

00:30:07: oder kann man auch ohne Alkuhol super aperitivo feiern?

00:30:11: Also ich glaube es gibt kaum einen Land wie Italien in dem man so gut oder kaum ein Land indem man so gute alkoholfreie Getränke genießen kann wie in Italien gerade auch diese ganzen kleinen Bitter und Kräuter Auszüge und was das alles kippt.

00:30:28: also ich würde sagen ist dass war überhaupt nichts wegen so.

00:30:32: Das war für uns auch total wichtig, dass das im Buchen großen Platz bekommt.

00:30:35: also wir schreiben ja auch explizit über diesen alkoholfreien Apparativ der völlig auf Augenhöhe neben den alkoholhaltigen Apparitive Varianten steht.

00:30:46: weil es ist wirklich gerade weil es ein Ritual ist, dass viele in Italien tatsächlich täglich zelebrieren, weil es einfach wirklich Teil der Alterskultur ist wäre es ja auch auf eine Art Es ist ja suchtfördernd und ungesund wirklich jeden Abend dann zu trinken.

00:31:08: Und insofern guckt halt auch niemand schief an, wenn man neben einfach ein Tonneguater trinkt oder...

00:31:15: Ich fand da schon als Kind immer faszinierend auf Italien reisen dass es diese ganzen kleinen Bittergetränke gab in kleinen Fläschchen so Null Eins oder sowas Alkoholfrei und habe mir immer gedacht, oh das schmeckt ja so geil.

00:31:28: Es ist so bitter und süß und... Wieso gibt es denn sowas in Deutschland eigentlich nicht?

00:31:32: Und das war lange, lange bevor man sich dazu entschlossen hat dass das Trend ist weniger alkohol zu konsumieren.

00:31:37: Inzwischen gibt's hier auch viel was so bis in die Richtung gehen soll, dass es schmeckt wie ein alkoholisches Getränk aber kein Alkohl hat.

00:31:43: Aber das war einfach immer normal.

00:31:46: Aber gar nicht als alkoholfreie Alternative sondern Es gab es halt einfach so.

00:31:52: Genauso wie mit dem Fleisch und der vegetarischen Essen, das ist schon immer in Italien eine riesige Auswahl vegetarischer Gerichte gab ohne dass irgendjemand sich jemals vegetarisch genannt hätte.

00:32:02: Sondern die waren halt einfach ohne Fleisch und standen genau gleichwertig neben den anderen.

00:32:06: Und niemand hätte gesagt ich verzichte auf Fleisch Ich bestelle was von der vegetarischen Karte weil die gibt's auch immer noch nicht sondern es ist halt einfach.

00:32:14: So ist es bei den Getränken auch immer gewesen.

00:32:18: Hat Apparativo eine Jahreszeit?

00:32:31: Ich glaube, dass man auf den ersten Blick meinen könnte.

00:32:35: Das passt ja nur in den Sommer weil es natürlich nach draußen passt und irgendwie in diese Sommerlaune passt und viele Italiener sowieso nur als Landessommer kennen und imaginieren.

00:32:46: aber tatsächlich ist es so das wenn man auch im Winter Italien bereist die Leute sitzen sowieso draußen haben ein kleines Downing-Jäckchen an Aber es hat absolut keine Jahreszeit.

00:33:00: Im Gegenteil, ich glaube man braucht das im Winter mehr denn je... Dass man auch da so ein kleines Entspannungsritoral hat, das einem beim Loslassen des Alltags hilft.

00:33:09: Es gibt Heizpilze und es gibt...

00:33:12: Also gibt's ja auch diese ganzen Drinnengefäß?

00:33:14: Das dann so auf dem Badresen einfach ganz viel aufgebaut wird und man sich das da holt.

00:33:19: Und natürlich in Italien ist die Piazza teilweise auch sehr abgelöst von den Piazsen in riesigen Einkaufszentren.

00:33:30: Dort tummelt sich natürlich auch zu jeder Jahreszeit die Apparativo crowd und lebt das Leben halt im Kopfzentrum, was sie uns

00:33:40: machen.

00:33:43: Ja, schreibt es so schön in dem Buch der Apparitivo ist ein kleiner Moment der Schönheit und des Zusammenseins und dass man nicht bis zum Urlaub warten muss um das zu erleben sondern dass die Italiener sich das einfach oder die Italiernerinnen sich das immer gönnen können einfach zusammen zu sein und so ein bisschen wie die Engländer mit dem Papno, dass da der Fokus auf Bier ist wahrscheinlich.

00:34:06: Ja oder finde ich auch in England-Fan hat mich immer sehr beruhigt und sehr inspiriert und sehr zum Nachahmen angeregt, die Tea Time.

00:34:15: Das ist ja sowas ähnlich.

00:34:16: Dass man sagt oh ja um fünf Uhr dann mache ich mir einfach einen Tee.

00:34:22: Und da gibt es auch das nächste dazu wenn wir das richtig... Klassisch machen.

00:34:26: Ich kenne mich nicht so sehr aus, aber ich glaube das ist wirklich was wo man sich immer und immer wieder ein großes Vorbild dran nehmen kann.

00:34:33: weil letztendlich ist es ja die Lebenskunst die wir alle ein bisschen anstreben glaube ich dass man nichts sagt ich hole mir meine Erholung in irgendwelchen vorher festgelegten geplanten Erholungsinseln wie eben dem Jahresurlaub oder den Wochenende oder so sondern dass man sagt nee die eigentliche Kunst ist es tatsächlich inmitten des stressigen Alltags sich diese kleinen Pausen zu erlauben um innezuhalten und zu sagen, uns allen wird es besser gehen.

00:34:59: Wir alle werden unsere Energie angenehmer verteilen wenn wir zwischendurch uns mal hinsetzen durchatmen und sagen hey wow schön die Umgebung weil wieder wahrnehmen anstoßen ein bisschen Freude haben und wie gesagt eben dass das auch nicht bedeuten muss dass man sich jetzt besäuft.

00:35:14: ich finde das auch irgendwie ganz wichtig.

00:35:17: ja oder vollfrist oder tier schnell kostenlos Und das ist wirklich ein Moment, der des Genusses ist und

00:35:27: auch

00:35:28: Freundlichkeit zu sich selbst.

00:35:30: Dieses kleine Portionessen ist auch schön.

00:35:32: Also dieses wenig Feines sozusagen bewusst genießen.

00:35:36: Das ist ja eigentlich auch sehr zeitgemäß und sehr irgendwie sehr angenehm, sehr wohltuend.

00:35:43: Jetzt sitze ich leider nicht im schönen München wo es wahrscheinlich die eine oder andere coole Apparativo-Bar gibt.

00:35:49: in Berlin gab's noch eine, die war

00:35:52: berühmt.

00:35:53: Da bin ich auch mal versagt, aber da hatten alkoholische Getränke auf jeden Fall eine Rolle an dem Abend!

00:35:59: Ich sitze ja als Ehrprovinziell und ich habe jetzt also euer Buch.

00:36:02: Machen Italiener und Italienernen das auch zu Hause dass die Leute einladen auf den Balkon in den Garten auf die Terrasse und sagen Komma vorbei auf einen Apparativo.

00:36:11: wollen wir uns noch treffen.

00:36:12: Eine gute Frage?

00:36:13: Ich würde es eher als was öffentliches.

00:36:16: Ich glaube, es ist ein bisschen wie bei den Café-Bars.

00:36:19: Also mit diesem mal kurz auf den Express so sich an die Theke stellen und deshalb... also ich würde ja fast mich zu der These versteigen dass die meisten Italiener Zuhause gar nicht unbedingt Siebträgermaschinen haben sondern Mokkas.

00:36:31: für diesen Mokka-Café Und für den Siebtrager-Cafe gehen sie in die Bar weil jeder Straßenegge es mehrere gibt Fantastisch machen, den ganzen Tag kultivieren.

00:36:42: Und da geht man einfach schnell rein und lagert das sozusagen aus.

00:36:46: Ich würde sagen, operativ kann man ähnlich betrachten, dass es nicht etwas ist was man zu Hause macht sondern dass eben genau das angenehme Fast ist, dass man dafür in die zahlreichen zur Verfügung stehen Institutionen geht.

00:36:59: Allerdings würde ich trotzdem sagen, dass natürlich auch gibt und sicherlich auch was man sehr lässig.

00:37:09: Ich meine, nicht ohne Grund kann man den ganzen Apparativ-Wurbedarf ja auch im Supermarkt in kilometerlangen Regalen für zu Hause einkaufen.

00:37:17: Und deshalb ist es schon so irgendwie eine Kunst dass man immer Chipsoliven und das Mindeste da hat für genau diese Momente.

00:37:27: Und selbst wenn's es nicht gibt, sprich nichts dagegen, dass man das noch zdemacht.

00:37:30: Absolut!

00:37:33: Oder dass man damit anfängt?

00:37:34: Genau

00:37:35: Wie habt ihr die Rezepte zusammengesucht?

00:37:38: Also in euren Büchern sind die Rezept ja nicht das übliche und dann in abgewandelter Version, was man aus anderen Bücheren kennt.

00:37:47: Sondern es sind schon manchmal auch so die ganz speziellen... Ich komme zurück auf das Wort nördigen, recherchierten, spezielleren regionalen Rezepten, die ihr da zusammensucht.

00:37:59: Und beim Apparativobuch habe ich auch das Gefühl dass der natürlich ein paar Standard sind Aber dass ihr schon auch ein bisschen gegraben habt und ein paar coole Sachen zusammengesucht habt.

00:38:08: Wie geht dir davor?

00:38:10: Das ist immer so eine Mischung, also jetzt nicht nur bei dem Buch sondern eigentlich bei jedem Buch oder bei jeder Rezept, das wir so aufschreiben aus Empfehlungen von Leuten die wir kennen, von Erlebnisse, die wir haben wenn wir in Italien sind und selber was essen oder bestellen.

00:38:27: viel Lesen von Speisekarten, von Restaurants, auch wenn man dann vielleicht gar nicht reingeht und dort isst aber einfach schon meine große Sammlung von abfotografierten Speisekarten, von Nord bis Süd.

00:38:38: Schon so eine leichte Manie bei uns geworden.

00:38:40: und allen solche Dinge oder auch mit den Produzenten deren Lebensmittel wir teilweise verkaufen die empfehlen es dann manchmal Sachen die man damit machen kann.

00:38:50: Ja oder stellen uns was hin.

00:38:52: also

00:38:52: wenn wir da sind

00:38:53: und plötzlich wird etwas aufgetischt und dann denkt man ach ja sehr gute Idee.

00:38:59: Oder auch wenn man einkauft auf dem Markt oder im Geschäft, dass man dann mit den Verkäufern spricht und die sagen geben einem die Empfehlung was man daraus machen könnte.

00:39:07: Und teilweise entwickeln wir das da noch weiter, dass wir noch ein bisschen eine Eigennote damit reinbringen obwohl das Meister eigentlich schon jetzt nicht... von uns erfunden ist in dem Sinne, dass wir das ausgedacht haben.

00:39:18: Sondern wir haben es schon eher wie du sagst zusammengetragen oder perfektioniert?

00:39:22: Oder was wir ja auch wirklich gerne machen sind Rezepte die eigentlich Prinzipien folgen oder das was ich auch vorhin meinte da wo es auch ein kleines Kapitelchen im Buch gibt zum Thema zum Beispiel Apparativo ist eigentlich die schönste Reste Verwertungsstrategie der Welt weil man eben aus Resten anderer Gerichte die vielleicht mal Hauptgerichte waren Wenn man sie nur gut genug in kleinen Portionchen arrangiert, ist es halt plötzlich ein Apparativo der allen wahnsinnig viel Freude bereitet und genöst.

00:39:50: Und so war's.

00:39:52: Wir waren natürlich auch oder was mir immer auch eine nördliche Freude bereit ist auf italienischen Flohmärkten, deres ja zahlreiche gibt die auch wirklich über den Besuch wert sind.

00:40:04: So uralte kleine italienische Kochbücher irgendwo raus fischen und dann wirklich so eine Art historische Rezeptrecherche anstellen.

00:40:11: Und das finde ich auch immer wieder wahnsinnig faszinierend, was man da alles entdeckt.

00:40:17: Und natürlich auch oder weiß nicht ob du es gesagt hattest aber dieses auf dem Markt einkaufen und irgendwie nur mal kurz fragen, was genau würdest du jetzt empfehlen mit der Sache zu machen?

00:40:26: Und der Marktverkäufer die Marktverkäuferinnen einem sagt ja also auf jeden Fall machst du jetzt sofort das was anderes steht gar nichts zur Debatte und man dann denkt okay cool mache

00:40:38: Hast du da eine kleine Sammlung Mercedes von historischen italienischen Kochbüchern?

00:40:42: Das finde ich spannend.

00:40:43: Ich bin ja schließlich der Kochbuch-Podcast.

00:40:45: Stimmt, stimmt!

00:40:47: Ja, ich habe tatsächlich die meisten liegen in Italien in unserer Wohnung weil sie dann auch da gerne lasse.

00:40:54: aber hier ein paar... Wir waren nochmal in das Paar eigentlich wahnsinnig tolles und schöne Reiseentfüllungen.

00:41:02: Vorlin Popoli oder wer ist der Ort?

00:41:06: Ist es der Geburtsort von Pellegrino Artusi?

00:41:08: Ich glaube schon, ist ja ein berühmter italienischer Verfruchtort war eigentlich der große neben der Ada Boni.

00:41:15: Die beiden haben ungefähr ich habe zu einer ehrlichen Zeit gelebt und gewirkt und die beiden waren sehr der erstmalig eigentlich in der großen, haben sich verschrieben, der großen Niederschrift der sogenannten italienischen Küche, die ja eigentlich eine Zusammenfassung des zahlreichen Regionalküchen ist Genau!

00:41:33: Und die waren beide eigentlich wie wir sehr versessen auf diese imativergehende Recherche der italienischen Rezepte und Kulturen des Kochens.

00:41:43: Und dort gibt es eben so eine Art... Vondationen, also so eine Art Stiftung zu seinem schaffen und eine riesige historische Kochbuchbibliothek.

00:41:51: Ja das ist ein Forschungsort!

00:41:53: Also da werden auch Köche ausgebildet in einem Restaurant... Und es gibt

00:41:56: einen ganz tollen kleinen Shop

00:41:58: auf und in

00:41:59: diesem Shop, also abgesehen davon dass man da jederzeit hinfahren kann und in dieser Bibliotheke eine tolle Recherche betreiben

00:42:04: können.

00:42:04: Oder Mittagessen?

00:42:07: Nach Originalrezepten aus diesen alten Büchern natürlich.

00:42:11: In diesem Shop auf jeden Fall gibt es auch eine kleine Auswahl kleiner Büchland, die sie glaube ich extra, ich weiß nicht, ob ihr es im Eigenverlag dort nochmal aufgelegt haben.

00:42:20: Altes Schriften davon habe ich auch ein paar.

00:42:23: und ja das macht halt einfach Riesenfreude!

00:42:25: Und das Tolle ist auch bestätigt, wir wissen unser Prinzip ohne gramgenaue Mengenangaben dass die meisten dieser alten Kochbücher übrigens aber auch nicht nur italienisch, also das fällt mir in all ganz alten deutschen Kochbühchen auf tatsächlich ohne Mengen-Angaben funktionieren und immer dieses Q Punkt B Punkt, also Quantobasta so viel wie nötig übersetzt Reisen.

00:42:46: Und ich liebe das, also mir entspricht es sowieso und auch wenn ich das lese, fühle so richtig wie eine Last von mir abfällt, dass da nicht schon wieder jemand mich mit der Gramm genahmen Mengenangaben belästigt die ich sowieso ignorierbar kochen soll.

00:42:59: Einfach auch mir als Leser dieses Vertrauen entgegen gebracht wird, so hier.

00:43:03: Ich sag dir welche Zutaten ich nehme und ich sage dir wie ich es mache.

00:43:06: Welche Menge du am Ende brauchst weiß ich an mich weil du musst ja auch gucken für wie viele Leute sie kochen.

00:43:10: Ja das funktioniert ja nicht!

00:43:12: Weil es ist halt ein Ei.

00:43:13: Es hat nicht immer gleiche ein Ei groß oder eine Tomate oder eine Zwiebel usw.

00:43:17: Das ist halt auch einfach... Also, wenn man das mal hinterfragt funktioniert es bei so Gebäck und so funktioniert das natürlich.

00:43:23: Wenn man sagt dreimal auf so und so viel was wobei?

00:43:25: selbst da funktioniert es nicht.

00:43:27: Ich bin zum Beispiel ein passionierter Brotbecker und ich weiß wie unterschiedlich sich die Mehl im Vergleich zu den Wasserverhalten und manchmal muss man soviel mehr Wasser nehmen und sovie weniger.

00:43:37: und wenn ich das aufschreiben wollte als Rezept dann müsste ich erstmal vorne reinschreiben wo die Leute das Mehl kaufen sollen damit das Rezept überhaupt funktioniert weil jedes Mehl ist anders und sowas bei ganz vielen anderen Produkten ja auch eigentlich.

00:43:47: also Man braucht immer auch die Erfahrung und man muss es halt immer mehrmals machen, bis man sich heran tast.

00:43:54: Insofern spätestens dann ist das die genaue Angabe von Mengenangaben ja eh schon wieder ein bisschen überholt.

00:44:01: Abgelöst durch die Erfahrung könnte man sagen.

00:44:04: Bei Brot ist es ja auch noch abhängig von der Jahreszeit und von der Temperatur und von einer Luftfeuchtigkeit.

00:44:09: also...

00:44:11: Don't

00:44:11: get me started!

00:44:12: Ich hasse Brotbacken aber ich will's immer wieder, immer wieder will ichs

00:44:16: Ja, ich mach das sehr gerne.

00:44:18: Aber das sind so Sachen und aber vor dem Populi ist eine super Casa.

00:44:22: Artusi heißt das Haus.

00:44:23: Das ist glaube ich das Geburtshaus von ihm gewesen Also ist beeindruckend gewesen.

00:44:28: Aber es gibt viele so kleine, auch so Mini-Verlage in Italien.

00:44:32: Wir haben auch mal in einem Buchladen, gar nicht kleinere Bücher, gauft eins über keine Ahnung scharfe Gewürze und eins über wilde Kräuter.

00:44:39: einfach nur so teilweise richtig von so Privatleuten die ihr Wissen aufzuschrieben hat.

00:44:44: Und dieses ganz vor vielen Jahren, dieses kleine Buch hast du im Mantra gekauft, das über die wirklich spezifische Mantuaner Küche... Ja, sonst

00:44:51: gibt's ja in jedem Ort!

00:44:52: Das

00:44:53: war auch ein total ihres Buches, das durch was ganz viele Exemplare könnte von gedruckt worden und verkauft worden sein.

00:44:58: Aber das ist unglaublich!

00:45:02: Also gibt es viel... Der Kochbuchwelt lebt in Italien sehr lebendig.

00:45:08: Aber

00:45:08: teilweise kriegt man die dann wirklich nur in dem Ort wo sie herkommen mit drei Buchhandlungen oder so.

00:45:14: Wir wissen das nicht wie entdeckend wir dazu verleeren.

00:45:17: Habt ihr das Gefühl, der Kochbuchmarkt in Italien ist noch mal krasser?

00:45:20: Auf jeden Fall in kleineren Zellen offensichtlich.

00:45:25: Also viel spezifischer und teilweise im Eigenverlag oder nur... Hier gibt es auch die besten Plätzchenrezepte von Oberammergau.

00:45:34: Das wird auch im Eigen-Verlag rausgebracht aber es klingt jetzt schon nochmal ein bisschen krasser irgendwie.

00:45:38: Oder weil wir italienische Küche so reizvoll finden dass man da irgendwie mehr drauf anspringt

00:45:45: Naja, die Kirche... also erst mal mit der Küche in den Haar-Inger grundsätzlich ein viel größerer Wert zugewiesen als es bei uns der Fall ist.

00:45:52: Insofern ist das wahrscheinlich genauso wie es, weil sie nicht im jedem normalen Supermarkt gefühlt fünfzig verschiedene Mehlsorten gibt für jede Anwendungszweck und bei uns gibts drei.

00:46:03: Gibt's natürlich auch, ist es wahrscheinlich auch bei den kleinen Spezialisierten Büchern ähnlich.

00:46:08: Aber wir sind ehrlicherweise jetzt auch nicht die Riesen-Kochbuch-Sammler und haben jetzt auch nichts, das wird vielleicht enttäuschen als Kochportgast.

00:46:15: Wir schreiben das gerne alles auf und so aber wir haben jetzt nicht die riesen Kochbuchbibliothek und sammeln seit Jahrzehnten Kochbücher und blättern da immer angeregt drin weil wir sind eigentlich so... also wenn etwas über den Weg läuft dass wir spannend finden, nehm ich es mit und selten ist der Fall, dass wir daraus kochen.

00:46:31: eher, wir lesen halt Blättern halt eher mal so durch auf der Reise oder abends im Bett und merkt sich vielleicht die eine oder andere Formulierung oder Kombination von Dingen.

00:46:42: Könnte ich jetzt gar nicht von dir beantworten so richtig?

00:46:46: Das finde

00:46:46: ich auch.

00:46:47: Wir werden ja ganz oft, weil unsere Kochbücher relativ gut laufen wird vorausgesetzt dass wir uns mit dem Kochbuchmarkt gut auskennen oder das wir die andere Kochbucherscheinungen alle sehr auf dem Schirm haben.

00:46:58: aber das ist wirklich nicht so.

00:46:59: also ich mag Kochböcher schon aber eher auch so wie Juri erzählt dieses.

00:47:04: Ich habe das irgendwie Lust Da drin zu blättern, aber ich benutze die gar nicht so wie viele sie benutzen.

00:47:10: Und ich habe nicht viele und es ist... Aber so geht's mir auch mit... Ich schreibe ja auch Romane und auch mit der Gegenwartsliteratur aus, obwohl ich sie schrei belese ganz selten Sachen, die aktuell rausgekommen sind.

00:47:25: Also ich bin da gar nicht firm.

00:47:30: Für mich hat das eine oder andere immer gar nicht viel zu tun.

00:47:35: Wir machen halt das, was wir gut können und machen möchten.

00:47:38: Und was die anderen machen, machen die andere.

00:47:41: Aber da glaube ich gar nicht so viel links oder

00:47:43: rechts.

00:47:43: Ich könnte jetzt auch gar nichts sagen, was meine liebsten Kochbücher sind oder die zu denen ich immer greife oder sowas, sondern es ist eher so... Ja, es gibt schon viele und viele sind auch schön aber wir sind jetzt nicht so samt.

00:47:56: Da sind wir nicht so nerds!

00:47:59: Das ist aber die perfekte Brücke, um nochmal aufzugreifen was wir fatalerweise im kurzen Vorgespräch besprochen hatten.

00:48:05: Dass es nämlich gar nicht so ist dass es eine Person gibt die die Fotos macht und eine Person die die Texte schreibt oder nur eine Person von euch die kocht sondern das ihr eigentlich alles beide macht.

00:48:16: Ja weitestgehend also was kochen auf jeden Fall?

00:48:21: Also ich meine es gibt natürlich schon so... Ich schreibe eigentlich jede Woche diesen Newsletter Gleichzeitig liest ihn Jury jede Woche Korrektur und schreibt auch teilweise noch Sachen um.

00:48:34: Oder wenn wir Fotos machen, dann ist es schon das Jury weiterhin der Fotografist, der sich mit seiner Kamera maßgeblich auskennt und auf den Auslöser drückt die Nachbearbeitung macht.

00:48:44: Trotz allem stehe ich als Fotoassistent dann sozusagen dabei oder entscheide natürlich maßgeblich mit wie wir's inszenieren.

00:48:54: Ja, es ist einfach... oder wir reisen durch Italien und ich sage hier ist ein Fotomotiv in Jury macht das Foto.

00:49:01: Oder andersrum.

00:49:02: also es ist wirklich eine kaum mehr so auseinander zu dividierende Teamarbeit in jeglicher Hinsicht.

00:49:10: Ich mag vor allem dass eure Bücher so ein bisschen anders sind, dass sie so minimalistisch sind, die so eine klare Bildsprache haben und dazwischen immer diese Eindrücke von Italien, dass man wirklich sofort Reiselust bekommt das einzufangen, diese coole, lässige... vielleicht auch ein bisschen Münchner Art Italien zu sehen.

00:49:31: Auch so eine coole-lässige Art, wo man Italien einfach benutzt als Vehikel um sich gutzufühlen?

00:49:40: Was ich nicht schönes sage.

00:49:41: Wir wollen

00:49:42: es doch gar nicht cool machen, sondern wir wollen halt das Italien darstellen wie wir's halt empfinden.

00:49:49: Also ganz normal!

00:49:52: Also so blöd das klingt, deswegen sind ja auch gerade auf diesen Italien-Fotos oder Stimmungsbildern wie wir sie immer nennen.

00:50:01: Das sind jetzt gar nicht mal großartige Motive oder so sondern es ist halt wirklich so kleine Momentaufnahmen wenn man halt irgendwie spazieren geht in irgendeiner Stadt und sich mal umdreht und sich denkt was ist schon wieder komisch?

00:50:15: Mache ich mal ein Foto von!

00:50:19: sind in der seltenen irgendwelche Sehenswürdigkeiten oder klassische Dinge, es ist schon immer schön und liebevoll.

00:50:26: Und so wie wir Italien halt auch ein Finderbeteilig ist nicht nur schön und liebevoll sondern manchmal auch ein bisschen hässlich und grob und unangenehm.

00:50:35: Das gehört dazu aber das kann man auch mögen.

00:50:40: bei den Essensfotos ist es halt so, dass wir uns halt genau wie beim Essen selbst immer auf das Wesentliche konzentrieren.

00:50:47: Also keine Dekorationen und keine Bestecken oder Gläser und keine Serviette und keine Tischdecken.

00:50:52: Sondern halt ja, das Essen genauso wie in dem Gericht nur die Zutat zählt, zählt bei dem Foto sozusagen nur das Gericht.

00:51:00: Wir kochen zu Hause.

00:51:04: Hier hinten hättest du unsere

00:51:05: Küche.".

00:51:06: Das ist eine sehr schöne Küche, das können jetzt natürlich die Hörenden nicht sehen, aber es sind sehr schöne Köche, die ich schon unser ganzes Gespräch lang mit Neid bestaune.

00:51:14: Nein wir kochen Zuhause und wir kochern viele Denken... Das hat mich auch erstaunt eigentlich einen Gang als wir ja mit allem anfingen dass sich immer dachte wieso zur Hölle gibt's immer dieses zahlreichen Berufsbeschreibungen, wenn man irgendwo eine FUT-Fotostrecke sieht in einem Magazin.

00:51:31: FUT Styling Licht X, Y und Z, welcher wir kochen.

00:51:36: Dann stellen wir es irgendwo hin, wo gutes Licht ist fotografierend?

00:51:39: Weil wir sind zwischen halt wissen wie's geht glaube ich.

00:51:41: Wobei man sagen muss, wir haben ja auch eine kleine Wohnung in Italien und wir haben da auch schon teilweise das zweite Buch zum Großteil da produziert weil das Buch mit der Produktkunde war und die ganzen Produkte dran dran kommen wollten, gut und frisch und in guter Qualität.

00:51:57: Und auch die ganzen Produkte selbst portrottiert haben sozusagen.

00:52:02: Auch da hat das eigentlich funktioniert, obwohl es eine sehr kleine Miniküche ist eigentlich wo man sich sehr arrangieren muss.

00:52:09: aber selbst da haben wir teilweise aufwendige Sachen hingekriegt.

00:52:13: Man kann das schon immer irgendwie machen, wenn man ein bisschen selbst auch nicht die komplizierte Küche gibt.

00:52:17: Wahrscheinlich ist es so auf Reichtürich, dass wahrscheinlich unterschätzt man auch im Nachhinein, dass wir natürlich mittlerweile unglaublich rotimiert sind und deshalb ist es vielleicht war es auch anfangs nicht so unkompliziert.

00:52:28: also ich meine natürlich haben wir waren es immer nur zu zweit gemacht aber mittlerweile geht es halt einfach so rasend schnell und ich gucke schon immer mit einem Schmunzeln irgendwie auf unser Equipment.

00:52:38: mit dem wird es hier machen und denkt mir

00:52:42: Aber wir haben am Anfang auch lange rumgefuchst, bis wir das so hatten.

00:52:45: Also bis wir wirklich wussten wie wir das wollen, bis uns das gefallen hat und jetzt ist es natürlich reproduzierbar.

00:52:52: aber am Anfang war da schon auch ein Prozess.

00:52:54: ich weiß noch wie wir im Anfang teilweise Licht aufgebaut haben schön gemacht haben.

00:53:00: Wir sind noch da drüben in unserem Büro und dann haben wir immer die Teller hingestellt, bis uns das alles gefallen hat.

00:53:05: Jetzt wird es besser... jetzt hat sich's halt so ein bisschen eingespielt.

00:53:09: Ja weils Abläuft funktioniert halt jetzt.

00:53:10: aber auch wie mit dem Online Shop war am Anfang auch ein riesiges Chaos und inzwischen läuft das weitestgehend ganz gut und selbst wenn man viele Leute bestellen kriegen ihre Sachen am nächsten Tag.

00:53:20: Ich bauchte immer so eine Zeit, bis man da seine Beziehung hatte.

00:53:23: Wahrscheinlich

00:53:24: ist es auch wieder so ein klassischer Fall von ... Dass man bei allem Großen was man geschafft hat später die Mühsal vergisst und irgendwie glaubt das war schon immer, hatte man schon immer einfach so hingeworfen.

00:53:36: Das stimmt nicht.

00:53:38: Inzwischen sind's nämlich fünf Bücher, die ihr geschrieben habt.

00:53:41: Apparativo ist das Fünfte über das wir heute gesprochen haben.

00:53:45: aber man fragt schon Was kommt denn jetzt als nächstes?

00:53:49: Also Es gab Splendido Italienisch kochen mit besten Zutaten und viel Gefühl.

00:53:54: Splendidow wirklich gute Zutate erkennen und verarbeiten, das war dieses Zutatensbuch des Zweite was ihr erwähnt habt.

00:54:00: Nicht

00:54:00: nur Zutata also schon Zutato.

00:54:02: was man daraus machen kann natürlich Genau.

00:54:05: Und dann gab es primavera ist Date Also Frühling und Sommer autunno inverno und jetzt aperitivo.

00:54:12: Also die Jahreszeiten sind durch, der Apparativo ist durch.

00:54:16: Süßigkeiten fehlen noch als explizit

00:54:19: eigenes Buch.

00:54:19: Das sagen viele Leute.

00:54:21: ja!

00:54:23: Wir wollen natürlich weitermachen aber wir sagen jetzt nicht was das nächste Buch sein wird.

00:54:26: Sagen wir so

00:54:28: es gibt zahlreiche Ideen tatsächlich.

00:54:31: Ja es gibt schon viele Ideen.

00:54:38: Das ist tatsächlich nicht das Problem.

00:54:39: Letzten Endes läuft es ja immer auf das Ähnliches hinaus, dass man eben schöne Rezepte aufschreibt, die relativ einfach sind und mit guten Zutaten gepunkt sind, wo man auch ein bisschen über die Produkunde erzählen kann und wie man's macht und den Leuten zeigt was diese tolle Küche noch alles so irgendwie in Pento hat.

00:54:56: aber... Wie die Bücher dann heißen, das ist ja im Endeffekt immer so'n Ja man braucht halt immer irgendwie so'nen Gefäß wo man das reingießen kann oder irgendein Behältnis, wo man vorne was drauf schreibt damit die Leute es im Regal finden.

00:55:10: Aber natürlich könnten die Rezepte aus dem Sommerbuch genauso in unserem ersten Buch sein und teilweise auch Bücher aus dem ersten Buch im Sommerbuch sein.

00:55:18: also das ist ja zu überschneiden sich natürlich auch Teilweise ist ja nicht schlimm.

00:55:22: Es ist ja auch ein Ordnung.

00:55:23: Das ist halt das was wir machen und die Leute lieben das dafür.

00:55:26: aber

00:55:26: ich meine was die Rezept an sich angeht eben es gibt noch eine unglaublich lange Liste an Rezepten die noch nie irgendwo drin waren, die wir unbedingt gerne mal machen möchten und das insofern ist es noch nicht ausgeschöpft.

00:55:40: Aber dass mit den Süßspeisen ist trotzdem interessant.

00:55:42: Das schwirrt sich ja auch schon oft durch die Küche.

00:55:45: Ja.

00:55:46: Die Idee.

00:55:47: Vor allem

00:55:47: weil Italien einen anderen Zugang hat zu süß Speisen also das habe ich jetzt schon ein paar Mal gelesen.

00:55:52: Nicht so wie wir Kaffee und Kuchen am Nachmittag ist ja nicht was sie machen sondern die haben einen anderen zugang zu den süßen Dingen und haben aber trotzdem viele tolle interessante Süße speisen.

00:56:03: Ja, ja.

00:56:03: Es ist sehr spannend und ich mag das auch alles sehr.

00:56:05: Ich finde es auch sehr spannend.

00:56:07: Auch sehr kompliziert

00:56:26: teilweise.

00:56:33: weil jemand Interesse hat, auch jedes andere Bestellen zu haben möchte.

00:56:36: Wir haben auch Postkarten in unseren Shop zum Beispiel mit vielen Motiven aber es sind schon sehr viele und wir haben jetzt nicht jedes Teil im Sortiment.

00:56:44: Aber es gibt sehr viele Menschen die auf Sonderwunsch Teilweise mit total verrückten Wünschen kommen und dann irgendwie riesige Abzüge gerahmt haben wollen.

00:56:55: Wir können nur gar nicht mehr erzählen, in wie vielen Wohnungen und Häusern inzwischen diese Fotos hängen, die wir auf unseren Reisen immer machen.

00:57:01: Ja, teilweise auch an sehr interessanten Institutionen wegen den katholischen Instituten, die dann eine große Samaria auf dem Lastwagen sich gerne irgendwie in Flur hängen.

00:57:11: Und es finden wir dann immer sehr süß und witzig und angenehm selbstironisch.

00:57:16: Auch Restaurants?

00:57:17: Teilweise, wenn wir die dann als Dekoration aufhängen.

00:57:20: Also

00:57:21: scheut euch nicht!

00:57:22: Schreibt den beiden das Bild von Seite vierundzwanzig aus dem dritten Buch.

00:57:26: Das hätte ich gerne in zweimal zwei Meter.

00:57:29: Go for it!

00:57:30: Das

00:57:31: kommt durchaus vor.

00:57:32: Es gibt

00:57:32: wirklich ganz viel und ich finde es auch eine ganz tolle süße schöne Vorstellung dass diese Momente, die wir zwischen uns zu zweit in Italien erleben teilweise irgendwie auf der Autobahn auf einmal irgendwie dazu führen, dass es ein Jahr später irgendwo in riesig einer Wohnung hängt und ich immer denke das ist irgendwie magisch.

00:57:50: Das

00:57:51: zeigt, dass anscheinend noch viele andere Leute das genau so erleben.

00:57:55: Ja eigentlich ganz schön!

00:57:55: Dass sie doch sehr universell sind die Bilder.

00:57:58: Ich finde auf jeden Fall super inspirierend, was ihr macht und auch wie ihr lebt zwischen München und Italien.

00:58:03: Sorry!

00:58:04: Das verfolgt mich heute noch den ganzen Tag und ich werde mir so Trakträume draus stricken, wie ich zwischen Münchern und Italiens leben könnte.

00:58:11: Da müsste ich aber immer so viel Familie mit mir mitschleppen da hätte ja gar keine Lust drauf.

00:58:15: Aber ich habe jetzt auf jeden fall ein wichtiges Reiseziel auf meiner Bucketlist Und die werde ich auch recherchieren und in die Show Notes packen.

00:58:26: Genauso natürlich die Links zu allen wichtigen Dingen von euch, den Shops und Büchern und Romanen!

00:58:34: Ich danke euch sehr für das Gespräch und bin sehr gespannt, weil es als Nächstes von euch kommt.

00:58:39: Ja vielen Dank, ich fand's auch sehr angenehm.

00:58:41: wir hätten wahrscheinlich jetzt noch eine Stunde weiter plauderen können, das kam mir gar nicht so lange vor... Mir macht es wirklich Spaß auch für uns zurückzubecken nochmal sich vor Augen zu halten, dass wir da eigentlich so aufgebaut haben und es ist schon ein richtig gutes Gefühl.

00:58:56: Absolut!

00:58:57: Also

00:58:57: vielen Dank für das Interesse!

00:58:59: Wer gerne?

00:59:00: Auf bald!

00:59:09: Das war der Kochbuch Podcast.

00:59:12: Wenn er dir gefallen hat dann hinterlasst doch bitte eine positive Bewertung oder einen Kommentar auf der Plattform Deiner Wahl.

00:59:21: Der Kochbuch Podcast ist eine Produktion von Studio CBH.

00:59:25: Redaktion, Moderation und Produktion Christina Häusler.

00:59:30: Vielen Dank fürs Zuhören!